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Interview with Mikey Gee (in German)

Interview with Mikey Gee (in German)

Interview with Mikey Gee (in German)

Mikey Gee wird uns gemeinsam mit André Dancekowski bei unserem  Tintermezzo am 21 JAN 17 mit Musik vom Feinsten versorgen.

 

Du bist ja ein ambitionierter Flohmarktgänger. Was waren denn die besten Schnäppchen, die du letztes Jahr auf einem Flohmarkt ergattern konntest?

Die besten Schnäppchen an Schuhen letztes Jahr waren wohl ein Air Max 97 Silver Bullet von 2010 in top Zustand für 5 Euro sowie ein Jordan 1 Royal Blue von 2001 für 8 Euro. Bei den Schallplatten ist es schwer zu sagen. Da war einfach zu viel Gutes dabei. Mir fällt z.B. die „Splash - eye for an eye“ LP ein. Eine Platte aus Zimbabwe. Da frag ich mich schon wie die den Weg hierher gefunden hat. Solche Obskuritäten liebe ich.

 

Apropos Flohmarkt, seit einigen Jahren veranstaltest du ja deinen eigenen kleinen Plattenflohmarkt. Wie bist du darauf gekommen und wie läuft das ab?

Den Plattenflohmarkt in der Favorit Bar gibt es nun schon seit einigen Jahren. Früher hat das der Mooner (Zombocombo) organisiert und ich habe das Ganze vor über 2 Jahren übernommen. Mir gefällt die entspannte, ungezwungene Atmosphäre. Man kauft, verkauft und tauscht sich aus. Es kostet keinen Eintritt oder Verkaufsgebühren. Dort verkaufen nur private Sammler und keine Händler. Daher kann man preistechnisch oft ein Schnäppchen machen und es gibt zudem die Möglichkeit sich die Scheiben anzuhören. Es freut mich sehr, dass immer mehr jüngeres Publikum kommt und sich für Vinyl interessiert. Der nächste Termin ist übrigens am Sonntag, den 29.01.17, ab 19:30 Uhr.

 

Du tourst ja gerne durch Europa um Keller voller Platten auszunehmen. Was war dein bestes Erlebnis auf einer dieser Reisen?

Ein sehr schönes Erlebnis hatte ich zusammen mit Flo (Le Discoboulet) in Zürich. Zwei gute Freunde von dort führten uns in den Keller einer Rockerkneipe. Dort lagen ca. 15000 Platten von einem verstorbenen DJ. Da gabs wirklich alles. Italo Disco, Oldschool House und Techno, Funk, Soul, etc. Natürlich waren unsere Gastgeber vorher schon mal da, aber wir sind trotzdem mit echt gutem Stuff wieder raus gewandert. Ach ja, jede Platte 3 Franken. Mengenrabatt inklusive. 

 

Warst du schon immer so ein begeisterter Sammler? Was kam zuerst, die Platten, oder die Schuhe? 

Die Sammelleidenschaft habe ich schon sehr lange. Ich bin früher sehr viel geskatet und kam dadurch Mitte der 90er Jahre mit der Hip Hop Kultur, Sneakern und Vinyl in Kontakt. Das lief also alles parallel. Seitdem läßt es mich nicht mehr los. Wobei der Fokus mittlerweile ganz klar bei den Schallplatten liegt. Ich vermisse die Zeiten, wo man Tage und Wochen nach dem Release eines Schuhs in den Laden gehen konnte und sich seine Größe einfach mitgenommen hat. Die Szene war sehr klein und Internet Hype nicht vorhanden. Läden wie der erste Mighty Weeny oder Good Stuff (Props an Uli und Hansi) waren Vorreiter der Sneakerkultur in München. Ich bin froh das alles miterlebt zu haben. 

 

Erzähl uns doch bitte zum Abschluss noch etwas, über das Kunstfestival, das du letzten Sommer am Schlachthof organisiert hast. Wird es einen Nachfolger geben und was erwartet uns da?

Die letzen zwei Jahre haben mein Team und ich (Graphism) in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat München auf dem Schlachthofgelände in München das „Deadline Urban Art Festival“ organisiert und kuratiert. Nationale und internationale Künstler aus den Bereichen Graffiti und Urban Art gestalteten eine 150 x 10m große Fläche. Dadurch wurde die größte Fassadengestaltung Münchens realisiert. Die Teilnehmer wurden sorgfältig ausgewählt, um dem Publikum eine möglichst große Bandbreite an Kunst im öffentlichen Raum zu präsentieren. Von grafisch reduzierten Arbeiten über rein figürliche Motive bis hin zum klassischen Graffiti war alles vertreten. Ziel war es den Besuchern aufzeigen wie unterschiedlich, spannend und auf welch hohem Niveau sich die Szene mittlerweile befindet. Wir wollten die Möglichkeit bieten die Akteure live beobachten zu können wie sie sich mittels Hebebühnen in ihrem Bild auf und ab bewegen. Die Betrachter sollten sich von der Dimension faszinieren lassen. Zudem wollten wir die Kulturlandschaft Münchens beleben und die Kunst dort präsentieren wo sie stattfindet…und das ist in diesem Fall keine Galerie. Derzeit stehen wir in Verhandlungen mit der Stadt München bezüglich eines weiteren Festivals. Wir sind gerne bereit dazu wenn die Gegebenheiten ansprechend sind. Das größte Problem ist es eine interessante Location zu finden. Aber das kennt man ja in München. Stay tuned…

 

 

Vielen Dank, Mikey Gee!

 

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